WordPress: Galerien erstellen mit dem Plugin FooGallery

Da dies hier ja eine Seite eines Fotografen ist, spielt die Darstellung, das Handling und die Suchmaschinenoptimierung von Bildern innerhalb von WordPress natürlich eine große Rolle. Bislang habe ich da mit Plugins und auch ohne diese experimentiert.

Mit den Standard-Wordpress-Galerien kann man arbeiten, aber empfehlen würde ich es nicht. Vor einigen Jahren war dann quasi das einzige, was alle Fotografen verwendet haben, das Plugin NextGEN (NGG) für die Bildergalerien. Deswegen habe ich es mir auch organisiert und meine Galerien damit verwaltet. Die Anzeige habe ich von Justified Image Grid übernehmen lassen. Der Grund dafür war, das NGG es nicht hinbekam, die Bilder in einer zufälligen (random) Anordnung anzuzeigen.

Die Erfahrungen mit der NextGEN-Galerie: Auf jeden Fall hat sie den Server, auf dem meine Seite läuft, ganz schön unter Last gesetzt. Die Auslastung des Arbeitsspeichers (RAM) lag mit dem Grid zusammen in der Regel bei knapp über 60 MB. Einmal hat der Hoster sogar Alarm geschlagen, weil NGG ans Limit gekommen war. Außerdem war das Handling der Bilder doch etwas umständlich. Eine Datei zum Beispiel in zwei verschiedenen Galerien anzeigen zu lassen, lässt sich nur über fummelige Spielereien mit Tags lösen. Das wird schnell völlig unübersichtlich.

Und für die Suchmaschinenoptimierung ist NextGEN zumindest aus meiner Erfahrung heraus auch nicht der Knaller. In Yoast SEO zum Beispiel waren die Bilder trotz vieler Mühe nie in den XML-Sitemaps gelistet. Sicherlich ließen sich viele Dinge ändern oder beheben, wenn man sich sehr tief in die Materie begibt. Allerdings wollte ich für ein simples Galerie-Plugin nicht nächtelang in Templates und PHP-Skripten arbeiten, um den Feinschliff zu erledigen.

Und siehe da, nun habe ich genau das Plugin gefunden, wo ich das nicht machen muss: Mit FooGallery, einer kostenlosen Galerie für WordPress, läuft es ganz elektrisch. Die Galerie greift auf die normale Mediathek von WordPress zu. Man hat also alle Medien/Bilder an einer zentralen Stelle und nicht Beitragsbilder hier und Galeriebilder dort. In der Mediathek lassen sich, und das ist wichtig zu tun, die Alternativ-Texte (Alt-Tag), die Beschreibung und der Titel des jeweiligen Bildes eingeben.

Die Zuordnung zu einer Galerie funktioniert simpelst über Drag&Drop.

Die FooGallery hat diverse Konfigurationsmöglichkeiten der Darstellung (Masonry, Responsive usw.), die Sortierung ist in vielen Varianten einstellbar (auch zufällige Reihenfolge) und die Einbindung in einen Beitrag oder Seite geht fix über einen Shortcode. Plötzlich findet auch Yoast SEO die Bilder und bindet sie mit allen nötigen Attributen in die XML-Sitemap ein. Die Auslastung des Servers liegt jetzt aktuell *guck* bei 38 MB.

Nebenher liefert FooGallery noch zusätzliche Module mit. So kann man etwa die NextGEN-Galerien importieren, ein Album aus mehreren Galerien erzeugen oder Templates auswählen.

Schon länger im Einsatz mit NextGEN hatte ich die Lightbox Foobox für die Großansicht des angeklickten Thumbnails. Da die Foobox aus dem gleichen Hause wie meine neue Galerie stammt, passen die beiden Plugins auch bestens zusammen.

Nun, weder kenne ich einen der Entwickler noch bekomme ich Geld von denen oder ähnliches. Aber das Plugin ist eine absolute Empfehlung für Seiten von Fotografen oder über Fotografie. Selten ein so unkompliziertes und dennoch bestens funktionierendes Plugin für die Arbeit mit Bildern gefunden.

zur Seite der FooGallery

Die Krux mit den WordPress-Anhangseiten und Galerien

Ein Nachtrag noch: Eigentlich hatte ich mich gefreut, durch die Nutzung der normalen Mediathek auch die Anhangseiten, die WordPress ja zu jeder Medien-Datei (Bild) generiert, sinnvoll verwenden zu können. Das wird aber bei Galerien zu einem einzigen speziellen Thema ein Schuss in den Ofen. Die WordPress-Anhangseiten bieten ja neben dem Alt-Tag den Titel des Bildes, eine Bildunterschrift (Caption) und dazu noch eine Beschreibung (Description). Eigentlich sind diese Felder bestens geeignet, ein Bild sinnvoll zu beschreiben.

Was tun aber bei einem Projekt? Ich habe zum Beispiel ein Projekt zu Leica Camera gemacht. Irgendwie ist es logisch, dass alle Bilder genau mit diesem Thema etwas zu tun haben. Wenn man dann also fertig ist mit dem Ausfüllen der Felder für 20 Bilder, sinnvollen Permalinks und so weiter, darf man feststellen, dass man Spam verbreitet. Weil jede der Anhangseiten für den Google-Bot im Kern das gleiche präsentiert: Im Titel steht was von Leica, in den anderen Feldern auch, der Permalink ist ebenso ähnlich. Also, so denkt der Bot, versucht hier jemand, mit dem Suchwort Leica Schindluder zu treiben. 20 Seiten mit dem fast gleichen Inhalt! Dass es um unterschiedliche Bilder mit nur ähnlicher Beschreibung geht, sieht der Bot ja nicht.

Das sind die Suchmaschinen gnadenlos und bestrafen die Seite, in dem sie ganz hinten rangiert in den Suchergebnissen. Wer also mehrere Bilder zu einem Thema hat, darf sich für jedes unterschiedliche Beschreibungen, Titel etc. ausdenken. Ab fünf Bildern ein Ding der Unmöglichkeit. Also: Die Anhangseiten sind auf den ersten Blick ganz fein. Nur für Projekte/Galerien zu einem einzigen Thema sind sie SEO-tödlich. Fazit: noindex.

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