Viseum Wetzlar – Museum für Optik und Feinmechanik

 

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Gerade jetzt, im Mai 2016, sprach mich in der Altstadt ein Tages-Tourist aus dem Ländle irritiert an (weil ich bei einem Umzug geholfen habe, sah ich wohl sehr „einheimisch“ aus in meinen Arbeitsklamotten). In seinem schwäbischen Kauderwelsch begehrte er zu wissen, wo man denn was sehen könnte von Optik, Feinmechanik und Fotografie. Wetzlar sei ja schließlich eine berühmte Stadt auf diesem Gebiet. Den großen und alteingesessenen Foto-Fachhändler mit breitester Produktpalette konnte ich ihm leider nicht nennen – den gibt’s in der Heimatstadt der Leica, Minox und Leidox schlicht nicht.

Und auch kulturell hatte der Schwabe einen wunden Punkt getroffen. Als ich 2000 nach Wetzlar kam, gab es für mich zwei wirklich wahrnehmbare Themen, auf die sich die Stadt in ihrer Außenwirkung konzentrierte: Goethe und das Reichskammergericht.

Nun, der Dichterfürst verbrachte an der Lahn nur eine sehr kurze Zeit, die ihn auch nicht sonderlich begeisterte. Der Bürokratenjob am Reichskammergericht war gar nicht nach seinem Geschmack. Und die angebetete Charlotte Buff ließ ihn nicht ran. Daraus entstanden „Die Leiden des jungen Werthers“. Damit hatte es sich aber auch schon ausgegoethet.

Und das Reichskammergericht, naja, da muss man schon irgendwie juristisch interessiert sein, um diesem trockenen Thema etwas abzugewinnen.

Immerhin, es hat sich etwas getan in der Zwischenzeit in der gut besuchten Innenstadt. Da ist zum einen der Optikparcours. An verschiedenen Stationen können Besucher der Stadt dort optische Effekte erleben. Aber offenbar sind die Stationen so unauffällig, dass der schwäbische Besucher nichts davon mitbekam.

Zum anderen wurde das Museum „Viseum“ gegründet. Wer also eh dem Goethe auf der Spur ist und deshalb ins Museum „Lottehaus“ will, ist gleich an der richtigen Stelle: Das Viseum befindet sich im gleichen Gebäude-Ensemble, dem Lottehof oder Ordenshof der Deutschordens-Herberge. Dort war ich mit der Kamera unterwegs und habe hier mal ein paar Informationen dazu zusammengefasst:

Unsere Umwelt erfassen wir zu einem großen Teil über die Augen; etwa 80 Prozent der Informationen kommen aus visuellen Wahrnehmungen. Das Sehen ist damit unser wichtigstes Sinnessystem. In Wetzlar erfahren die Besucher im Mitmach-Museum Viseum mehr über das dazu nötige Licht und die technologischen Leistungen der mittelhessischen Firmen im visuellen Bereich.

Unter dem Motto „Sehen. Verstehen.“ demonstrieren die Exponate, wie feinmechanisch-optische und optoelektronische Systeme die Leistungen des menschlichen Auges erweitern und wie die Eigenschaften des Lichts technisch genutzt werden können. Auch Kinder haben in dem Museum in Wetzlar Spaß am Lernen, Entdecken und Ausprobieren von Mikroskopen, Ferngläsern oder Wärmebildkameras.

Dabei kann man auch oft einen Blick ins Innere der Exponate werfen. Wer zum Beispiel wissen möchte, wie das Bild in einem Fernglas an sein Auge gelangt, kann sich ein Schnittmodell anschauen.

Auch die Herstellung und Funktionsweise von Glasfasern, die ja als Lichtleiter mittlerweile in vielen Bereichen der elektronischen Kommunikation Einzug gehalten haben, wird anschaulich erklärt.

Im Viseum wird gezeigt, wie Brillengläser hergestellt werden und wie die Sache mit der Sehhilfe funktioniert.

Die Freunde der Fotografie kommen auf ihre Kosten mit Exponaten von Leica und Minox. Und wer die Sache mit der Schärfentiefe/Tiefenschärfe immer noch nicht verstanden hat: Im Viseum wird es nachvollziehbar vorgeführt.

In Wetzlar darf natürlich die Mikroskopie nicht fehlen. Unterm Mikroskop lassen im sich Viseum diverse Dinge betrachten.

Betrieben wird das Viseum von einem Trägerverein der heimischen mittelhessischen Unternehmen aus der Optik und Feinmechanik. Dazu gehören etwa Märzhäuser, Leica Camera sowie Microsystems, Oculus, Zeiss, Minox, Helmut Hund, Weller Feinwerktechnik, Sensitec, Statisloh, Kremp und Via-Optic.

Adresse:
Lottestraße 8-10
35578 Wetzlar

Die Öffnungszeiten des Viseums Wetzlar:

<td „>Mittwoch

Sonntag 10.00 – 13.00, 14.00-17.00 Uhr
Montag Geschlossen
Dienstag 10.00-13.00, 14.00-17.00 Uhr
10.00-13-00, 14.00-17.00 Uhr
Donnerstag 10.00-13.00, 14.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-13.00, 14.00-17.00 Uhr
Samstag 10.00-13.00, 14.00-17.00 Uhr

 

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