Schau|Lust

 

Erotik-Fotografie, BDSM und Fetisch


Mit dem Projekt „Schau|Lust“ will ich raus aus dem Studio, in dem in der Regel Fetisch, BDSM oder erotische Fotografie isnzeniert wird.

Da die Menschen, die im erotisch-sexuellen Kontext vor und hinter der Kamera agieren, immer mit der ganz besonders dicken Lupe betrachtet werden, will ich an dieser Stelle mal ein paar Sätze tasten. Zu Beginn soll das Projekt Schau|Lust in der Erotik-Fotografie versuchen, einige Welten zu verbinden, die sich ansonsten spinnefeind sind. Der Antrieb aller Antriebe, die  Sexualität, das Körperliche, findet fotografisch größtenteils sehr distanziert an verschiedenen Polen statt:

  • die retuschierte, maskierte, gestellte und inszenierte, vor Kulissen und hinter Fassaden stattfindende, technisch und ästhetisch perfekt nach allen angeblichen Lehren der Foto-Kunst ablaufende Studiofotografie mit Models
  • „echte Amateure“, die Omas gruselige Geburtstagsbilder in der mehr oder weniger versauten Variante durch das Web jagen
  • die Pornographie, die genauso gestellt und künstlich wie die Studiofotografie arbeitet – nur eben mit dem einzigen Zweck, Triebe zu befriedigen oder erst auszulösen und finanzielle Erlöse zu tätigen. Vom Bildinhalt her passt das oft in die Abteilung der medizinischen Abbildungen
  • die beobachtende oder reportierende Erotik-Fotografie, die sich dem Thema Sexualität/Erotik auch nähert – und sich, wenn es spannend wird, vorgeblich feinsinnig und moralisch wertvoll  zurückzieht

Schau|Lust will den Versuch wagen, sich zwischen diesen Klischees durchzumogeln. Und so Blicke in die Dunkelkammer menschlichen Tuns werfen – ohne dabei gestellt und inszeniert, aufdringlich oder billig pornographisch im Sinne der Definition zu werden (Pornart zähle ich nicht zu „billig“). Es geht eigentlich nur um die Beobachtung und mehr oder weniger künstlerische Wiedergabe. Die Ästhetik der Authentizität! Diese beiden fotografischen Grundlagen sind nicht ent oder weder.

Natürlich ist es spannend, einem ganz normalen Paar bei seiner Art der Erotik fotografisch beizuwohnen. Aber auch eine BDSM-Party, Petplay oder ganz versaute Varianten des Fetischismus haben ihren Reiz. Gerade am Rande des Geschehens entstehen stimmungsvolle Fotografien. Der künstlerische Fotograf findet seine Blickwinkel nicht bei den Geschlechtsteilen. Sondern im Portrait, im Detail, im Randgeschehen.

Dabei bin ich in der erotischen Fotografie natürlich hier im heimischen Raum (Mittelhessen rund um Wetzlar und Gießen oder im Lahn-Dill-Kreis) tätig. Aber auch das Siegerland, Köln, das Ruhrgebiet, Frankfurt bzw. Rhein-Main und Rheinland-Pfalz sind nicht weit weg und für mich gern und gut erreichbar.

Erklärungen und vor allem Bewertungen des abgebildeten Tuns werde ich nicht vornehmen. Weil es mir quasi wurscht ist. Solange die Protagonisten schlicht Spaß miteinander haben und es keinen Staatsanwalt interessiert, ist es nicht an mir, den Grund dafür moralisch, ethisch, psychologisch oder schulmedizinisch zu beurteilen. Ich gebe lediglich meine Beobachtungen künstlerisch wieder.
Ehre dem Photographen! Denn er kann nichts dafür!
(Wilhelm Busch)

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WARNUNG

Die folgende Seite enthält unter anderem Material aus der erotischen Fotografie.

Jugendliche und Menschen, die erotische Kunst ablehnen, verlassen bitte die Seite.